Es geschah am 11.01.2003 im gerade (wieder) eröffneten Alt-Unkeler Ratsstüffje. Nachdem wir bereits in den Vorjahren immer mal wieder in wechselnder Besetzung zu früher, später und manchmal auch nächtlicher Stunde musizierend durch Unkel gestreift waren und bei verschiedenen Anlässen gespielt hatte, trafen sich die Hauptakteure und beschlossen: Wir wollen jetzt ernsthaft Musik machen. Wobei das „Ernsthafte“ wiederum nicht ganz ernst zu nehmen war, denn schließlich spiel(t)en wir ja aus Spaß an der Freud’. Und so saßen die Gründungsmitglieder Bernd und Lothar Mollberg, Werner Conrad, Philipp Lehmacher, Martin Bierwirth, Stefan und Martin Knäpper, Andreas Kuhsel und Felix Walbröhl zusammen und beschlossen zunächst das wichtigste: Den Kauf einer neuen Pauke. Lothar und Felix, die bis dahin die Truppe mit Becken und Pauke begleitet hatten, gelobten, endlich ihre Ankündigungen wahr zu machen und Posaune bzw. Saxophon spielen zu lernen. Nur auf einen Namen konnten wir uns noch nicht einigen...
Und dann ging es auch schon viel früher los, als wir gedacht hatten. Der erste Auftritt fand wenige Wochen später – sehr spontan und deshalb nicht in voller Besetzung – auf dem karnevalistischen Uhles-Abend des Unkeler Kirchenchors statt. Und da die Mitglieder des Kirchenchors die Ersten waren, die uns damals in unseren musikalischen Anfängen wohl mehr haben ertragen müssen, denn genießen konnten, ist der heute alljährliche Auftritt beim Uhles-Abend dafür ein kleines Dankeschön.
Nach den ersten Auftritten musste dringend ein Name für die Gruppe her. Die Suche gestaltete sich schwierig, fand aber dank der Vereinswirtin der Unkeler Junggesellen, Erika Zimmermann, ein baldiges Ende. Als wir mal wieder zu später Stunde „Beim Erika“ saßen, meinte die Wirtin von Deutschlands kleinster Kneipe: „Schön, dass ihr immer so lang bei mir ’rumhockt.“ Und dieses „Rumhocken auf Barhockern“ war die Initialzündung. Der Name „Barhocker“ war gefunden.
Auch musikalisch ging es dann schnell aufwärts. Lothar und Felix konnten schon recht schnell mit ihren neu erlernten Instrumenten mitspielen, so dass nun keine wichtigen Stimmen mehr fehlten. Bei einem Auftritt im Hof des Gut Haanhof anlässlich eines Frühschoppens, der den Barhockern vor allem wegen der umwerfenden Akustik in der hofeigenen Kapelle in Erinnerung geblieben ist, bereicherte Thomas Walbröhl unseren Auftritt und entschloss sich spontan, dabei zu bleiben.
Und dann überrollten uns die Anfragen quasi. Auftritt folgte auf Auftritt, und an Abende in Swisttal, Bachem, Rossbach oder natürlich bei uns „daheim“ in (der Verbandsgemeinde) Unkel erinnern wir uns immer gern.
Heute sind wir mit neun Musikern (Thomas und Philipp Walbröhl – Trompete, Andreas Kuhsel – Tenorhorn, Felix Walbröhl – Saxophon, Lothar Mollberg – Posaune, Bernd Mollberg – Sousaphon, Werner Conrad – Trommel, Philipp Lehmacher – Pauke, Georg „Schorsch“ Tillmann – Becken) auf den Bühnen der näheren und ferneren Umgebung unterwegs. Und wir alle sind uns einig, aus dem Spaß an der Freud’ niemals Ernst werden zu lassen...
Einige unserer Barhocker hat beim Spaß an der Freud’ allerdings der Ernst eingeholt: Manchmal lassen sich Beruf und Hobby halt nicht vereinbaren. Daher seien an dieser Stelle auch noch mal die kurz erwähnt, die mit uns ein (mal größeres, mal kleineres) Stück unseres Weges gegangen sind: Martin Bierwirth, Stefan Knäpper, Stefan Schmitz, Martin Knäpper.